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Wohlstand, Frieden und eine bessere medizinische Betreuung haben dazu geführt, dass die Menschen immer älter werden. Der Anteil der über 60jährigen in unserer Gemeinde wird in den nächsten Jahren weiter steigen.
Die Konsequenzen für die Kommunalpolitik sind sehr vielschichtig. Einmal gibt es die fit gebliebenen, immer noch leistungsfähigen Senioren, die auf fremde Hilfe noch nicht angewiesen sind und ältere Menschen, die zunehmend auf Hilfe angewiesen sind. Insbesondere für zunehmend hilfsbedürftige Menschen hat die Gemeinde die Entwicklung in den letzten Jahren verschlafen. Das Häuschen auf dem Dorf mit einem großen Garten kann nicht mehr bewirtschaftet werden. Die Kinder leben nicht mehr in der Nähe.
Anders als in unseren Nachbargemeinden wurde kein Angebot für betreutes Wohnen geschaffen. Es fehlt an Angeboten für Senioren, die so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben im Alter führen möchten. Also Wohnformen, in denen man sich selbst versorgen kann und gleichzeitig die Möglichkeit hat im Bedarfsfall verschiedene Betreuungsleistungen abzurufen. Es fehlt an Aktivitäten private Investoren oder Träger der Wohlfahrtspflege für derartige Projekte in der Gemeinde zu interessieren. Die SPD hat als erste und einzige Partei hierzu sinnvolle Initiativen ergriffen.
Dies ist ein wichtiger Baustein, damit unsere Senioren in der Gemeinde bleiben und hier am Gemeinschaftsleben teilnehmen, was auch für die heimische wirtschaftliche Entwicklung wichtig ist. Senioren haben großen Bedarf an ortsnahen Dienstleistungen und kaufen diese in der Regel auch ortsnah ein. Dies schafft Arbeitsplätze und macht den Wohnstandort damit auch für junge Familien interessant. Diese Wertschöpfungskette darf uns nicht verloren gehen.
Unsere Aufgaben für die nächsten Jahre:
- Private Investoren für betreutes Wohnen in der Gemeinde Ruppichteroth gewinnen
- Gemeindeeigene Grundstücke zu Verkehrswerten für solche Projekte zur Verfügung stellen
- Weitere Pflegeplätze für die Gemeinde Ruppichteroth
- Sicherstellung des öffentlichen Personennahverkehr von allen Teilen der Gemeinde zu den Mittelzentrum, damit dort ohne Schwierigkeiten ein Facharzt aufgesucht werden kann oder Einkäufe wahrgenommen werden können
- Sicherstellung einer ärztlichen Grundversorgung in der Gemeinde. Gemeinsam mit den Nachbarkommunen müssen Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung geführt werden, um für den östlichen Rhein-Sieg-Kreis einen eigenständigen Versorgungsbereich zu bilden. Dadurch wird sichergestellt, dass Zulassungen für Hausärzte nicht aus der Gemeinde verlagert werden. Zusätzlich besteht damit auch die Chance eine Facharztpraxis in der Gemeinde anzusiedeln.
- Netzwerke zur Betreuung von Senioren schaffen und Senioren möglichst aktiv an derartigen Netzwerken beteiligen.
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